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Festveranstaltung zum 250. Todestags Gottscheds

Der Aufklärer in Leipzig. Festveranstaltung zum 250. Todestag von Johann Christoph Gottsched

Vor 250 Jahren, am 12. Dezember 1766, starb der wichtigste Vertreter der Aufklärung in Leipzig, Johann Christoph Gottsched. Das Institut für Germanistik der Universität Leipzig, die Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig und die Universitätsbibliothek Leipzig gedenken dieses großen Vorläufers der heutigen Geisteswissenschaften in Leipzig in einer gemeinsamen Festveranstaltung. Sie findet am Todestag des Gelehrten und Dichters, dem 12. Dezember 2016, um 18.00 Uhr im Vortragssaal der Albertina statt.

Gottsched habilitierte sich 1724 für das Fach Poesie an der Universität Leipzig. 1730, in seinem 30. Lebensjahr, wurde er dort zum Professor ernannt. Gottsched blieb der Universität, zu deren Rektor er mehrmals gewählt wurde, bis zu seinem Tod treu. Mit seinen Büchern zur Dichtkunst, zur Sprachkunst und zur Redekunst sowie zur „Weltweisheit“ fasste er als einer der letzten großen Universalgelehrten das gesamte Wissen seiner Zeit zusammen. Mit seiner Frau Luise Adelgunde Victorie Gottsched (1713–1762) prägte er das Theater der Aufklärung vor Lessing. Sein Briefwechsel wird seit 2007 von der Sächsischen Akademie der Wissenschaften vollständig ediert; der 10. Band ist soeben erschienen. Gottsched zeigt sich hier als der Mittelpunkt eines riesigen europäischen Gelehrtennetzwerkes der Aufklärung.

Die Festveranstaltung fragt nach der zeitgenössischen und der aktuellen Bedeutung Gottscheds in Leipzig. Die Vorträge thematisieren Gottscheds eigene Tätigkeiten als Editor der Werke früherer Dichter und Gelehrter sowie als Festredner. Gottsched wird so als Teil einer lebendigen Leipziger literarischen Kultur erkennbar.

Programm:

Montag, 12. Dezember 2016, 18.00 Uhr

Prof. Dr. Dieter Burdorf: Einführung

Dr. Rüdiger Otto: Gottsched als Editor

Prof. Dr. Ludwig Stockinger: Der Aufklärer als Redner. Johann Christoph Gottscheds Festreden

Anschließend Empfang

 

Montag, den 12. Dezember 2016, 18.00 Uhr

Universitätsbibliothek Albertina, Vortragssaal

Beethovenstraße 6, 04107 Leipzig

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Tagung: Grammatik in der Schule – Anmeldung noch möglich

Eine Anmeldung zur Tagung Grammatik in der Schule ist noch bis zum 25.11.2016 möglich (an grafuesATuni-leipzig.de, Betreff: Anmeldung)

Weitere Informationen hier.

Im ersten Treffen des DFG-Netzwerks ‚Grammatik für die Schule (Grafüs)‘ soll die Perspektive der Schüler und Lehrer eingenommen werden, um zu überlegen, über welche Kompetenzen diese letztendlichen Adressaten verfügen sollen. Folgende Fragen stehen im Zentrum:

  • Welche linguistischen Kompetenzen sollen und können bei Schülern im Grammatikunterricht ausgebildet werden?
  • Über welche Kompetenzen, über welches linguistische Fachwissen sollen Lehrer (auch unter Berücksichtigung bestehender Sprachkompetenzen im Klassenzimmer) verfügen?